
Wer kennt es nicht – auf nahezu jedem Blog wird mit der Anzahl an Feedreadern geworben , meist als schön blinkendes Widget damit man es nurnicht übersieht.
Persönlich frage ich mir immer, was genau man damit kommunizieren will. Wieviele Leser den Artikel durch den RSS feed gefunden haben, wieviele Leser “Karteileichen” sind und vieles mehr sieht der Blogleser natürlich nicht. Wobei – der “Blogleser” in diesem Zusammenhang nicht unbedingt stimmt, schließlich wissen es die Blogger auch nicht – meist zumindest.
Es ist also im Prinzip vollkommen egal, ob mein Blog 100 Feedreader oder 10.000 hat – es bringt mir absolut nichts, wenn daraus keine Besuche entstehen .
Natürlich gibt es genügend Möglichkeiten, den Erfolg von RSS feeds zu tracken – angefangen von Feedsburner etc.
Das Problem ist jedoch, dass diese Daten einerseits wiedermal woanders gespeichert werden. Mir geht es dabei nicht um Datenschutz, sondern einfach um die Vergleichbarkeit und vor allem um das weitere tracken der Besucher. Ich sehe zwar, dass der User über den RSS feed gekommen ist – welchen Artikel er geklickt hat, weiß ich nicht.
Und wenn ich – bei anderen tools – sehen kann, durch welchen Artikel der Leser gekommen ist, weiß ich wiederum nicht, was er anschließend auf meiner Seite getan hat.
Die eigentliche Lösung des Problems nutzt ihr wahrscheinlich sowieso – Google Analytics.
Analytics ermöglicht es euch, Kampagnen zu erstellen um so den Erfolg von euren Werbemaßnahmen zu ergreifen. Da die Daten anschließend bei Analytics landen, könnt ihr mit ihnen herumspielen und sie in andere Berichte einbinden – wunderbar. Das schöne dabei ist, dass Kampagnen und Medien bei Google Analytics nicht extra angelegt werden müssen , es geschieht automatisch sobald ein Visitor auf eine Seite eures Blogs geht, die diese Parameter in der URL enthält:
utm_source : Das ist die Quelle / Seite , von der der User kommt. In unserem Falle wäre das RSS
utm_medium : Hier wird das Medium beschrieben , über das der User kam. In der Praxis wäre das zB ein Textlink, ein Banner o.Ä.
utm_content : Hier wird eine “Anzeigenversion” definiert , die genutzt werden kann, wenn mehrere ähnliche / gleiche Medien auf eine Zielseite zeigen.
Ein typischer Fall wäre also Linktext oder Bannerversion / Bannerfarbe / Bannertyp
utm_campaign: Hier wird schlussendlich die Kampagne definiert / benannt. In unserem Fall wäre das zB der Titel des Blogbeitrags
Es gibt noch weitere Parameter, diese sind jedoch – für unsere Zwecke – unnötig.
Es wäre doch äußerst sinnvoll, wenn wir jede Kampagne einzeln tracken und somit genau sehen können, welche Resonanz welcher Blogpost bringt.
Wie bereits geschrieben, nutze ich für jeden Blogpost eine andere utm_campaign – nämlich den Titel des Blogbeitrags.
Wer sich meinen RSS-Feed anschaut,wird zB folgende URL entdecken:
http://www.seo-news.at/ctr-von-automatischen-descriptions?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ctr-von-automatischen-descriptions
Wir sehen: Es wurden einfach die Parameter für Source (RSS), Medium (Ebenfalls RSS) und die Kampagne eingetragen.
Um das ganze nun in die Realtität umzusetzen, nutze ich persönlich ein eigenständiges Plugin. Wer das Google Analytics for Wordpress Plugin von Yoast nutzt, findet in den Settings unter “Advanced Settings” ebenfalls die möglichkeit, RSS via Analytics tracken zu lassen. Auch hier werden die Urls im Feed mit den oben beschriebenen Tags versehen – Ebenfalls Source & Medium RSS, Kampagne = Artikel Title. 
Persönlich nutze ich aber ein eigenständiges Plugin, das den Namen Tracked RSS trägt.
Einfach hochladen, aktivieren, fertig.
Die Urls in dem Feed werden absofort automatisch mit den Tags versehen, Analytics erstellt die Kampagnen automatisch, sobald
das erste mal ein Visit über den Click erfolgt ist. Ihr müsst also nichts machen, ausser warten und euch die Ergebnisse anschauen.
Diese sehen übrigens wiefolgt aus:

Wie ihr seht, könnt ihr Genau sehen, welche Kampagne (= Welcher Artikel) wieviele Zugriffe gebracht hat, die durchschnittliche Seitenanzahl / Zugriff etc.
Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit zu Tracken, ob Besucher durch den RSS Feed eine Conversion getätigt haben (Siehe Reiter “Ziel-Conversions) und vor allem die Adsense Einnahmen. Da ich auf Seo-news.at jedoch keine Werbung schalte, seht ihr diesen Reiter nicht.
Ihr könnt nun wie gewohnt mit den Daten spielen und sie in Segmente / Benutzerdefiniere Berichte einbinden , teilweise die Qualität von Blogposts erahnen (Wenn man davon ausgeht, dass ein Reader, der den Artikel gelesen hat und ihn für gut empfand, anschließend weitere Seiten besucht hat) , sie kommunizieren oder sonstiges.
Ein Beispiel als Segment wäre “Medium” = “rss” , das ganze sieht bei mir so aus:

Hier wurden die Segmente “Alle Benutzer” und “RSS” miteinander verknüpft. Ich sehe also, dass am 13. August 2009 (Heute) bereits 27 Besucher auf dem Blog waren (Ich habe seit über einem Monat keinen Artikel mehr geschrieben , normal ists mehr – ehrlich *g*). Von den 27 Usern kamen 11 über einen RSS feed zu mir .
So, ich hoffe ihr habt das System verstanden und könnt es gewinnbringend bei euch Einsetzen.
Wenn ihr etwas gegen die niedrigen Besucherzahlen auf Seo-news.at machen wollt, könnt ihr gerne darüber Twittern! Apropos Twitter, hier wird in Kürze ebenfalls ein Artikel folgen, wie man Twitter Traffic auf Blogs genauer Analysieren kann. Wenn ihr Fragen habt oder Autogrammwünsche äußern wollt, seid ihr herzlich zum Kommentieren eingeladen 
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